Vision
Die Bienenhaltung von den Hauptversuchsvölkern ist keine Bienenhaltung mit imkerlicher Ertragsmöglichkeit, sie ist so auf die wissenschaftliche Fragestellung ausgerichtet, dass das
Wirt Parasit- Verhältnis beobachtet werden kann. Ziel ist es Bedingungen für eine Stabilisierung auf Grundlage einer Koexistenz zu ermitteln. Durch die Beobachtung der Population von Milben und
Bienen können Zusammenhänge über die Labilitätsfaktoren erarbeitet werden. Das erarbeitete Wissen könnte Ausgangspunkt für weitere Massnahmen zur Stabilisierung des Wirt- Parasit- Verhältnisses
bieten.
Die Kenntnisse der Koexistenzfaktoren ermöglichen langfristig die üUberprüfung von stützenden Massnahmen. Auf dieser Basis können auch Kriterien für eine züchterische Auslese
ermittelt werden.
Das Ziel ist, dass auf dieser Grundlage die Koexistenz auch in produktiven Bienenvölkern unter imkerlicher Betreuung Eingang findet. Bei der Vision der gestützten
Koexistenz treten Massnahmen die das Zusammenleben von Wirt und Parasit stabilisieren anstelle der mehrmaligen Behandlung der Bienenvölker zur Abtötung der Varroamilbe. Fernziel bleibt, dass
Bienenvölker und Imker keine nennenswerte Belastung durch die Präsenz der Varroamilbe erfahren.
Die Überlebensversuche (Hauptversuch) sind wissenschaftliche Versuche. Es ist von ihnen kein unmittelbarer Bezug zur Praxis zu erwarten. Die Naturbauversuche (Nebenversuche) sollen
es begleitend zum Hauptversuch ermöglichen, Unterschiede zwischen Naturbau- und Mittelwandbetrieb zu erfassen.
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