Logo www.summ-summ.ch
logo forschen

forschungsprojekt

inhalt

ausgangspunkt

zur situation

projektidee

vision

zwei versuche

partnerschaft

spenden und dank

literatur

forschungsverlauf

zwischenbericht 05
(jan 06)

zwischenbericht 06
(jan 07)

überlebensforschung
(feb 08)

varroa und viren
(dez 08)

Zwischenbericht 06

Überlebensstrategien des Bienenvolkes

Das Bienenvolk zeichnet sich durch eine grosse Verhaltensvielfalt aus, welche unabhängig von Zucht und Herkunft auftritt. Diese Vielfalt kann als Teil der Überlebensstrategie des Bienenvolkes verstanden werden. Im Zusammenhang mit dem Überleben von Bienenvolk und Varroamilbe fragt es sich deshalb, welche Verhaltensweisen zum Überleben beitragen. Dies zu beobachten, ist sowohl bei den Bienen, wie auch bei den Varroamilben von Interesse. weiter... (PDF 68KB)

Reproduktionsverhalten der Varroamilbe

Die Auswertung des Reproduktionsverhaltens der Varroamilbe liefert ein erstaunliches Ergebnis. In Völkern, die in der Phase eines rückläufigen Varroatotenfalles sind, findet auch eine gehemmte Varroavermehrung statt. Anstelle der 1,42 adulten Milben, die aus den durchschnittlichen befallenen Zellen schlüpfen, sinkt der Wert mit 0.88 adulten Milben pro Muttermilbe unter den zur Populationserhaltung notwendigen Wert von 1. weiter... (PDF 179KB)

Überlebensvergleich von Schwarm und Restvolk

Beim Vergleich von Restvolk und seinem zugehörigen Schwarm fällt auf, dass der Schwarm vier Monate nach dem Abschwärmen Ende September einen doppelt so hohen Varroatotenfall pro Tag (40 Milben) aufweist gegenüber dem Milbenfall des Muttervolkes (20 Milben pro Tag). Der Schwarm geht an seiner Varroabelastung noch im November zugrunde. Grafik... (PDF 67KB)

Naturbau-Mittelwandversuch

Die Erhebungen von 11 Naturbauvölkern mit 10 Mittelwandvölkern werden einander gegenübergestellt.

Beim Vollausbau im Sommer verfügen die Mittelwandvölker über 222 dm² Arbeiterinnenbau und die Naturbauvölker über 184 dm². Die Wabennutzung zeigt, dass über das ganze Jahr etwa 20 dm² der Arbeiterinnenbaufläche bei den Mittelwandvölkern leer bleibt. Die Naturbauvölker nutzen am 5. Mai ihren Wabenbau komplett.

Insgesamt fällt auf, dass die Arbeiterinnenbrut und die Bienenpopulation sich in den beiden Varianten nicht wesentlich unterscheiden. Dies schlägt sich auch in einem vergleichbaren Honigertrag nieder.

Unterschiede sind beim Drohnenbau und der Drohnenbrut erkennbar. Die Naturbauvölker verfügen über einen doppelt so grossen Anteil an Drohnenbau (18% der Gesamtfläche) gegenüber den Mittelwandvölkern (9%), deren Möglichkeiten auf eine einzige frei zu bauende Wabe begrenzt sind.

Der Drohnenwabenanteil wird am 24. Mai von beiden Gruppen zu über 90% bebrütet. Die Mittelwandvölker pflegen damit 23 dm² Drohnenbrut, die Naturbauvölker 45 dm². (Grafiken und Details im Pdf).

Erstaunlicherweise entstehen aus den grossen Drohnenbrutflächen drei Wochen später nicht entsprechend viele Drohnen. Beide Gruppen verfügen zur Zeit der vollen Drohnenpräsenz im Schnitt über etwa 2000 Drohnen. Die Mittelwandvölker benötigen zur Aufzucht einer Drohne in dieser Zeit 2-3 Drohnenbrutzellen, die Naturbauvölker 4-5 Zellen. Das heisst, dass bei beiden Gruppen grosse Flächen von Drohnenbrut aufgezogen werden, von denen wir nicht wissen, wohin sie verschwinden. Bei den Naturbauvölkern ist diese Tendenz verstärkt. Im Zusammenhang mit demselben Phänomen, das bei der Bienenbrut von voll entwickelten Völkern auftritt, könnte man von einem biologischen Puffer sprechen.

Die Kalkbrutdiagnose als einziger Gesundheitsparameter, der ermittelt wurde, zeigt in diese Richtung. Die Naturbauvölker zeigen bei beiden Frühlingsterminen in denen Kalkbrut gefunden wurde, weniger Kalkbrut auf Arbeiterinnenzellen. Im Verhältnis zur Gesamtbrut sind am 4. Mai und am 14 Juni 45%, rsp. 48% an Kalkbrutsymptomen im Naturbau, gegenüber den 100% als welche die Mittelwandvölker definiert wurden.

Wie im Kapitel Reproduktionsverhalten der Varroamilbe aufgezeigt wurde, können sich die Varroamilben in der Drohnenbrutzelle um das 2,5 fache besser vermehren als in der Arbeiterinnenbrutzelle. Deshalb erstaunt es, dass der gesamte jährliche Milbenfall (natürlicher Milbenfall und Behandlungsmilbenfall) bei den Naturbauvölkern 117% beträgt mit 3 Milben/Tag gegenüber den Mittelwandvölkern mit 2,5 Milben/Tag.(100%)

Mehr dazu im Zwischenbericht 06 (PDF 380 KB).

© www.summ-summ.ch - martin dettli