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Imkereibetrieb von Martin Dettli

 

Die Imkerei führt 75 Bienenvölker. Sie überwintern in der Nähe von Dornach, wo sie auch die Frühlingsblüten befliegen. Wenn die Blütenpracht sich (leider) aus unserer Landschaft verabschiedet wird ein Teil der Völker in die höheren Lagen des Jura und in die Alpen verstellt.

Umgang mit dem Bienenvolk

Mit einer möglichst naturnahen Betriebsweise möchten wir die eigenen Kräfte des Bienenvolkes optimal zur Entfaltung zu bringen. Das einzelne Bienenvolk soll sich möglichst weitgehend aus eigener Dynamik und Kraft entfalten können. Es ist uns deshalb ein Anliegen, dass die Jungvölker über den Schwarmtrieb aus den Muttervölkern heraus gebildet werden und sie ihren Wabenbau als Naturbau gestalten können.

Die Vermehrung der Bienenvölker aus dem Schwarmtrieb bedeutet, dass das Volk selber ein Zeichen zu seiner Vermehrungsbereitschaft geben muss. Aus diesem Impuls werden die Völker schwärmen gelassen oder in verschiedene Einheiten aufgeteilt. Die entstehenden Jungvölker werden nicht verstärkt oder vereinigt, jedes kann aus seinem eigenen Potential mit der Unterstützung durch die Fütterung zu einem Vollvolk für den nächsten Frühling heranwachsen.

Beim Naturbau wird den Bienen ermöglicht ihren Wabenbau im Brutraum selber zu gestalten. Das Bienenvolk bildet seine Waben aus körpereigenem Wachs. Das schliesst mit ein, dass die Bienenvölker den ihnen entsprechenden Anteil an Arberinnenbau und Drohnenbau bestimmen können, wie auch den räumliche Aufbau derselben.

Bioimkerei zertifiziert nach Demeter

Seit 2004 ist es möglich einen Imkereibetrieb in der Schweiz als Demeterimkerei zertifizieren zu lassen. Die Betriebsweise wurde 2004 kontrolliert und zertifiziert und sie ist damit ab 2005 als Demeterimkerei anerkannt. Das steht für:

  • Wabenbau und damit Bienenprodukte ohne Rückstände
  • Vermehrung aus dem Schwarmtrieb
  • Verfütterung von Biozucker mit betriebseigenem Honigzusatz

Sortenhonig durch Wanderimkerei

Da die Bienen in unseren Gegenden gerade im Sommer oftmals lange Phasen mit wenig Blüten oder Nektareintrag zu überstehen haben, ist es sinnvoll sie so zu verstellen, dass sie ein reichhaltiges Blütenangebot oder eine Honigtautracht vorfinden. Daraus entsteht ein breites Sortiment von Honigarten je nach Ort und Zeitpunkt, vor allem aber abhängig von den beflogenen Trachtpflanzen. Auf diese Weise können auch verschiedene Sortenhonige geerntet werden:

  • Blütenhonig Birseck oder Laufen
  • Blütenhonig Jura von Renan
  • Alpenrosenhonig vom Oberalp
  • Heidehonig vom Oberalp (gelegentlich)
  • Waldhonig
  • Tannenhonig